Die besten Heißluftfritteusen: knusprige Pommes ohne Ölflut

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Heißluftfritteusen liegen im Trend – doch nicht jedes Modell macht Pommes wirklich gut

Heißluftfritteusen erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit, aber der Unterschied zwischen einzelnen Modellen ist oft erschreckend groß. Manche Geräte zaubern aus Kartoffeln das Maximum an Geschmack und Knusprigkeit – andere produzieren blasse, gummiartige Stäbchen.

Alle Hersteller versprechen dasselbe: goldbraune Pommes mit minimalem Öleinsatz. Die Praxis zeigt jedoch, dass der Aufdruck „Airfryer“ auf der Verpackung noch keine Garantie ist. Vier entscheidende Faktoren bestimmen das Endergebnis – und genau sie entscheiden darüber, ob echte Pommes oder eine geschmacklose Enttäuschung auf dem Teller landet.

Warum manche Fritteusen perfekte Pommes liefern und andere nicht

Marken wie Philips, Ninja oder Cosori investieren erhebliche Mittel in die Entwicklung ihrer Zirkulationssysteme. Der Kern der Sache ist eine gleichmäßige Heißluftzirkulation im Inneren der Garkammer. Sowohl die Konstruktion des Korbs als auch des Bodens muss aerodynamisch durchdacht sein – sonst findet die Luft schlicht keinen Weg zu jedem einzelnen Pommes-Stäbchen.

In einer gut konzipierten Fritteuse umströmt die heiße Luft jedes Stäbchen individuell, sodass alle gleichmäßig bräunen – ganz ohne zusätzlichen Öltropfen. Auch die Möglichkeit, Zeit und Temperatur bequem anpassen zu können, spielt eine wichtige Rolle.

Experten aus Testlabors weisen immer wieder auf ein interessantes Paradox hin: Günstigere Modelle mit gut positioniertem Heizelement und Ventilator können teure Geräte übertreffen, die unter unnötig komplizierter Bedienung oder einem ungünstig geformten Korb leiden.

Topempfehlung: Philips NA555/00 Steam Airfryer – Heißluft und Dampf in einem Gerät

Der Philips NA555/00 Steam Airfryer überzeugte in Tests besonders bei der Zubereitung von Pommes frites. Dieses Modell kombiniert eine klassische Heißluftfritteuse mit einem Dampfgarer – eine spannende Kombination für alle, die gesünder kochen möchten.

In der Hauptkammer lässt sich eine ordentliche Portion Pommes zubereiten, während der kleinere Bereich gleichzeitig zum Aufwärmen von Brötchen, Garen von Gemüse oder Dampfgaren von Fisch genutzt werden kann. Beide Kammern arbeiten vollkommen unabhängig voneinander. Im Test bräunte das Gerät Pommes, Brezeln und Croissants schnell und gleichmäßig – ohne verbrannte Ränder und mit gleichmäßig durchgegartem Kern.

Der Alltag wird durch übersichtliche Piktogramme und Werksvoreinstellungen erleichtert, die manuell angepasst werden können. Das Gerät verfügt weder über einen Speicher für eigene Einstellungen noch über eine Smartphone-Anbindung. Als voluminöses Küchengerät benötigt es einen festen Platz auf der Arbeitsfläche. Erfreulicherweise lassen sich die meisten Teile in der Spülmaschine reinigen.

Das Gerät bietet außerdem eine Vorheizfunktion, die die ideale Temperatur vor dem Einlegen der Zutaten sicherstellt. Die Edelstahlflächen lassen sich mit einem feuchten Tuch einfach abwischen und nehmen Fett kaum an.

Philips Airfryer 5000 XXL – leistungsstarker Helfer für Pommes und mehr

Der Philips Airfryer 5000 XXL ist das zweite hoch bewertete Modell und richtet sich an alle, die einen großen Korb, einfache Bedienung und App-Anbindung schätzen.

Der geräumige Korb fasst eine Portion Pommes für die ganze Familie auf einmal, ohne dass das Gerät so viel Platz beansprucht wie manche riesige Backfritteuse. Die Testergebnisse sprechen für sich: Die Pommes gehörten zu den besten im gesamten Vergleich, und das Gebäck bräunte gleichmäßig durch.

  • Intuitive Bedienung über das Gerätepanel oder per App
  • Zeit und Temperatur lassen sich auch während des Garens anpassen
  • Temperaturen ab 40 °C – das Gerät eignet sich auch zum Dörren von Obst
  • Herausnehmbare, spülmaschinenfeste Teile
  • Automatisches Programm für Brot und Gebäck
  • Intelligente Feuchtigkeitssensoren zur Überwachung des Garguts

Zu beachten ist allerdings der hohe Energiebedarf. Die Leistungsaufnahme beträgt rund 2.100 W, was bei intensiver täglicher Nutzung auf der Stromrechnung spürbar wird. Vor dem Kauf lohnt es sich, ehrlich zu überprüfen, wie häufig man ein solches Gerät tatsächlich einsetzen würde.

Günstige Doppellösung: Philips Airfryer 3000 Dual Basket

Der Philips NA352/00 Airfryer 3000 Dual Basket ist eine vernünftige Wahl für alle, die zwei unabhängige Körbe möchten, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Zwei separate Behälter – rund 6 l und 3 l – ermöglichen es, zwei verschiedene Gerichte gleichzeitig zuzubereiten, etwa Pommes und Hähnchenflügel parallel.

Eine smarte Synchronisierungsfunktion berechnet die Garzeiten so, dass beide Gerichte gleichzeitig fertig sind. Die Möglichkeit, Einstellungen auf beide Körbe zu übertragen, ist praktisch, wenn eine besonders große Portion Pommes benötigt wird. Im Test überraschte das Modell mit Schnelligkeit und deutlicher Knusprigkeit. Die einzige schwächere Disziplin war Gebäck wie Brezeln, das etwas länger brauchte.

Körbe und Einlagen sind spülmaschinenfest. Die Bedienung erfolgt über physische Tasten und klare Symbole. Das Gerät ist nicht mit dem Netzwerk verbunden – für manche ein Vorteil, für andere ein Nachteil. Die automatische Abschaltfunktion beim Herausziehen des Korbs erhöht die Sicherheit.

Unabhängige Energieeffizienztests für Haushaltsgeräte haben gezeigt, dass ein Dualsystem im Vergleich zum Betrieb von zwei separaten Fritteusen bis zu 15 % Energie einsparen kann.

Für große Mengen und hungrige Familien: Ninja AF500EU Foodi Flex Drawer

Der Ninja AF500EU Foodi Flex Drawer ist ein Gerät für wirklich große Mengen oder für Haushalte mit vielen Personen. Die einzige Garkammer fasst bis zu 10,4 Liter. Bei Bedarf lässt sie sich mit einem Trenneinsatz in zwei gleich große Bereiche aufteilen, in denen jeweils etwas anderes zubereitet werden kann.

Ein großer Trumpf dieses Modells ist der Temperaturbereich von 40 bis 240 °C. Das Gerät bewältigt damit Dörren, sanftes Aufwärmen, normales Backen und intensives Überbacken gleichermaßen. Im Test kamen Pommes und tiefgekühlte Snacks schnell und mit der richtigen Textur heraus.

Das Modell hat jedoch auch Schwachstellen: Es wiegt rund neun Kilogramm und benötigt einen ordentlichen Platz auf der Arbeitsfläche. Im Betrieb arbeitet es spürbar laut. Das Gerät erinnert außerdem nicht daran, die Pommes während des Garens zu schütteln. Im Zwei-Zonen-Modus zeigt das Display nur die Temperatur an, nicht den verbleibenden Countdown – das sollte man im Hinterkopf behalten.

Der Hersteller gibt an, dass das Zirkulationssystem mit zwei Ventilatoren und speziell geformten Kammerwänden eine bis zu 30 % bessere Luftverteilung als Konkurrenzlösungen erreicht.

Stil und Sicherheit in einem: Cosori Iconic

Der Cosori Iconic punktet vor allem mit seinem Äußeren. Das kompakte Stahlgerät im Retrolook kann problemlos sichtbar in der Küche stehen. Der innere Korb mit einem Fassungsvermögen von 6,2 Litern ist mit einer keramischen Beschichtung ohne PFAS-Verbindungen versehen – für viele Menschen ein wichtiges gesundheitliches Argument.

Tests zeigen, dass der Cosori Iconic bei Pommes und Gebäck sehr gute Ergebnisse liefert und dabei weniger Energie verbraucht als ein Teil der Konkurrenz – die maximale Leistungsaufnahme beträgt rund 1.560 W. Die Bedienung erfolgt über ein großes Touch-Panel oben am Gerät.

Automatische Programme mit der Möglichkeit zur manuellen Anpassung von Zeit und Temperatur stehen zur Verfügung. Eine interessante Funktion ist die Regulierung der Ventilatorgeschwindigkeit. Das Gerät verbindet sich über die VeSync-App mit dem Heimnetzwerk, wo Rezepte und Zubereitungsanleitungen zu finden sind.

Korb und Einlage sind spülmaschinenfest, wobei die Stahloberfläche des Geräts anfällig für Fingerabdrücke ist. Im Betrieb ist der Cosori Iconic lauter als eine durchschnittliche Fritteuse. Forschungen zum Einfluss verschiedener Korboberflächen auf die Garqualität bestätigen, dass Keramik die Klebrigkeit von Lebensmitteln tatsächlich reduziert.

Worauf beim Kauf einer Heißluftfritteuse zu achten ist

Selbst wenn man Testergebnisse kennt, lohnt es sich beim Kauf, einige weitere Punkte zu prüfen. Nicht alle beeinflussen den Geschmack der Pommes direkt, aber sie bestimmen maßgeblich den Komfort im täglichen Einsatz.

  • Korbkapazität: Für Einzelpersonen reichen 3 bis 4 l, eine Familie schätzt in der Regel 5 bis 7 l oder zwei separate Körbe
  • Form des Innenraums: Je flacher und breiter der Korb, desto einfacher lässt sich das Pommes in einer dünnen Schicht ausbreiten
  • Temperaturbereich: Für Pommes genügen 180 bis 200 °C vollkommen; niedrigere Temperaturen eignen sich zum Dörren, höhere zum intensiven Überbacken
  • Programme und Bedienung: Die Möglichkeit, Zeit und Temperatur auch während des Garens zu ändern, ist ein praktischer Vorteil, da jede Portion Pommes etwas anders ist
  • Reinigung: Spülmaschinenfeste Körbe und Einlagen sparen Zeit; ein glatter Stahlinnenraum ohne Ecken und Winkel lässt sich leichter sauber halten
  • Lautstärke und Abmessungen: Wichtig, wenn die Küche offen zum Wohnzimmer liegt oder die Arbeitsfläche begrenzt ist
  • Energieverbrauch: Energieeffiziente Modelle können über das Jahr hinweg spürbar Stromkosten sparen
  • Kabellänge: Ein Kabel kürzer als 80 cm kann die Aufstellung des Geräts auf der Küchenzeile erschweren

Verbraucherschutzexperten empfehlen, vor dem Kauf den tatsächlich verfügbaren Platz auf der Küchenzeile zu messen. Viele Menschen unterschätzen die realen Abmessungen eines neuen Geräts und müssen dann improvisieren.

Fünf bewährte Regeln für wirklich gelungene Pommes aus dem Airfryer

Auch das beste Gerät hilft nicht, wenn die Pommes schlecht vorbereitet sind. Einige kleine Gewohnheiten können das Ergebnis auf dem Teller grundlegend verändern.

Den Korb nicht überladen. Pommes brauchen Platz um sich herum. Werden sie in einer dicken Schicht gestapelt, kommt die heiße Luft nicht überall hin und ein Teil bleibt weich und blass. Zwei kleinere Portionen gelingen immer besser als eine große, misslungene.

Kein Backpapier im Korb. Papier verdeckt die Öffnungen, durch die die heiße Luft strömt. Die Pommes trocknen dann ungleichmäßig und der untere Teil der Portion bleibt blass. Wer Ankleben befürchtet, sprüht einfach etwas Öl in den Korb.

In der Hälfte der Garzeit schütteln. Ein oder zwei kräftige Bewegungen mit dem Korb in der Mitte der Garzeit können das Ergebnis erheblich verbessern. Die Pommes werden gewendet, die unteren wandern nach oben und die Bräunung verläuft gleichmäßig. Die meisten modernen Fritteusen erinnern von selbst daran.

Bei selbst gemachten Pommes etwas Öl hinzufügen. Tiefkühlprodukte aus dem Handel haben Fett meist bereits in der Zusammensetzung. Rohe, geschnittene Kartoffeln benötigen jedoch mindestens einen Teelöffel Öl pro Portion. Einfach alles in einer Schüssel vermischen, bis jedes Stäbchen leicht benetzt ist.

Die richtige Temperatur wählen. Für die meisten Tiefkühlpommes funktioniert ein Bereich von 180 bis 200 °C. Eine zu niedrige Temperatur erzeugt den Effekt gekochter Kartoffeln, eine zu hohe kann die Ränder verbrennen, bevor das Innere gar ist.

Es lohnt sich auch, auf einige Dinge zu achten, die in Anleitungen selten erwähnt werden. Viele günstigere Fritteusen haben eine ungleichmäßige Luftzirkulation – in diesem Fall ist regelmäßiges Schütteln des Korbs absolut notwendig. Es empfiehlt sich auch, die Garzeit in kleinen Schritten anzupassen: zwei Minuten dazugeben ist immer besser als eine ausgetrocknete und zu dunkle Portion herauszuholen.

Auch die Kartoffelsorte und die Schnittweise spielen eine Rolle. Typische Salatkartoffeln bräunen schlechter und trocknen langsamer. Wer Pommes von Grund auf selbst macht, sollte nach Sorten suchen, die als zum Backen oder Frittieren geeignet ausgewiesen sind. Dickere Pommes verzeihen mehr Fehler – dünne verbrennen bei hoher Temperatur schnell.

Bei Tiefkühlpommes lohnt es sich, einmal eine andere Marke auszuprobieren: Die Unterschiede im Vorfrittiergrad und Fettgehalt können größer sein als die Unterschiede zwischen den Geräten selbst. Auch in der Heißluftfritteuse gilt: Die Qualität der Ausgangsware zählt.

Welche Fritteuse ist die richtige für Sie?

Die Wahl einer Heißluftfritteuse hängt vor allem davon ab, wie oft und für wie viele Personen man kocht. Einzelpersonen oder Paare kommen mit einem kompakten Modell mit einem Korb bis zu 4 Litern gut aus. Eine vierköpfige Familie hingegen schätzt eine Kapazität von 6 Litern und mehr.

Wer hauptsächlich Pommes zubereiten möchte, sollte auf Modelle mit gleichmäßiger Luftzirkulation und einer Erinnerungsfunktion zum Schütteln achten. Doppelkörbe machen Sinn, wenn mehrere Gerichte gleichzeitig zubereitet werden sollen – etwa Beilage und Hauptgericht zusammen. Die Betriebskosten sollten ebenfalls nicht vergessen werden: Geräte mit einer Leistungsaufnahme von über 2.000 W können bei täglichem Einsatz die Stromrechnung spürbar erhöhen. Es lohnt sich, die langfristigen Kosten mit der anfänglichen Investition zu vergleichen – ein Taschenrechner kann dabei zum besten Ratgeber werden.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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